Als Vermieter richtig Eigenleistungen abrechnen?

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Als Vermieter Eigenleistungen abrechnen?
 
Kann ich als Vermieter meine Eigenleistungen in der Betriebskostenabrechnung meiner Mieter einfließen lassen? Wenn ja, welche genau und wie stelle ich das rechtssicher dar?
 
Sobald Vermieter mit Ihren Mietern die Umlage der Betriebskosten vereinbart haben, dürfen sie unter den einzelnen Positionen auch die entsprechende Eigenleistung abrechnen, ohne dass dies nochmals gesondert geregelt sein muss. 
 
In welcher Höhe sie dabei Ihren Aufwand berücksichtigen dürfen, regelt § 1 Abs. 1 S. 2 BetrKV.
Hier heißt es: Ein Vermieter darf den Betrag in Rechnung stellen, den ein Unternehmen bei gleichwertiger Leistung auch stellen würde - allerdings ohne Mehrwertsteuer. Dies gilt nicht nur für private Vermieter, welche ihre eigene Arbeitsleistung einsetzen, sondern ebenso für den „Unternehmer-Vermieter“, der die Leistungen durch Arbeitnehmer seines Betriebes erbringt. 
 
Wie auch bei beauftragten Unternehmen muss man beachten, die Kosten mit Angeboten zu belegen. Hier müssen die angefallenen Arbeiten detailliert genannt sein. So müssen etwa bei Gartenarbeiten die Rasenfläche und der Turnus der Mäharbeiten erkennbar sein. Nicht aussagekräftige Angebote genügen bei einem ’Streit’ nicht. 
 
Wichtig: Verwaltertätigkeiten und Reparaturen, welche ein Vermieter selbst ausführt, sind weiterhin nicht umlagefähige Kosten. 
 
Was darf ich abrechnen?
- Gartenpflege inkl. der Reinigung von Hof und Zuwegen
- Straßenreinigung und Winterdienst
- Treppenhausreinigung 
- Arbeiten, die eine dritte Person unentgeltlich für Sie erbringt
- Sachkosten, z.B. Reinigungsmittel, Streumittel, Dünger
- Wartung von Geräten
 
Was darf ich nicht abrechnen?
- Anschaffung von Geräten, z.B. Rasenmäher
- Ersatzbeschaffung von Geräten
- Verwaltungstätigkeit, z.B. Durchführung von Mieterwechseln
- Instandhaltungen

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