Das neue Geldwäschegesetz – Gestiegene Anforderungen an den Immobiliensektor

Wohnfinanz24-News

 

 

Die jüngste Novelle zum Geldwäschegesetz verschärft noch einmal die Anforderungen an die Verpflichteten. Besonders hart trifft es nun den Immobiliensektor.
Die Immobilienwirtschaft gerät aktuell verstärkt in den Fokus der Geldwäsche-Aufsichtsbehörden. Grund hierfür ist eine gestiegene Wachsamkeit der Medien und der Öffentlichkeit, die bereits in anderen Ländern zu erheblichem Druck auf die Immobilienwirtschaft geführt hat. Presseberichte und Studien rücken den Immobiliensektor vermehrt in die Nähe zur italienischen Mafia oder zu Clan-Kriminalität.


Geldwäsche lässt viele unweigerlich an die Corleones, Sopranos und andere Mafiosi denken, denn wir verbinden mit Geldwäsche eher Drogen, Waffen oder Menschenhandel als Immobilientransaktionen. Doch gerade beim Immobilienverkauf sollte Vorsicht walten, denn werden der Polizei oder dem Bundeskriminalamt Verdachtsfälle nach dem Geldwäschegesetz nicht ordnungsgemäß gemeldet, drohen Geldstrafen von bis zu 100.000 Euro – und im Zweifel ist die verkaufte Immobilie ebenfalls weg! Dies gilt auch für Privatpersonen!

Wenn ein Käufer eine gesamte Immobilientransaktion bar abzuwickeln wünscht, sollten nicht nur große Augen gemacht, sondern der Verdacht auf Geldwäsche den zuständigen Behörden gemeldet werden. Ebenso, wenn Zweifel an der Echtheit der vorgelegten Dokumente bestehen. Doch nicht jeder Versuch der Geldwäsche kann so leicht durchschaut werden – besonders nicht, wenn der Käufer sehr nett und seriös scheint. Bei folgenden Verdachtsmomenten sollten Sie sich an Ihren Immobilienprofi des Vertrauens wenden:

 

1.) Wenn Geld nicht versteuert werden soll: Wer Geld waschen möchte, bietet gerne auch einmal an, einen Teil des Kaufpreises bar zu bezahlen. Wie gehe ich damit um?
 
2.) Kaufinteressenten müssen beim Immobilienkauf ihre finanziellen Verhältnisse offenlegen oder mindestens einen korrekten Finanzierungsnachweis vorlegen – aber woran sehe ich, dass alles korrekt ist?
 
3.) Ebenso ein Verdachtsmoment ist der Kauf einer Immobilie über einen Dritten: Wenn eine weitere Person eingeschaltet ist, die für eine unbekannte Person eine Immobilie kaufen soll. Wie prüfe ich, dass alles mit rechten Dingen zugeht?
 
Bei Nichtbeachtung des Geldwäschegesetzes drohen Strafen bis zu 100.000 Euro. Als Eigentümer sollten Sie sich beim Verkauf Ihrer Immobilie daher an einen Immobilienmakler wenden, der Ihnen die Einhaltung des Geldwäschegesetzes garantieren kann.
 
Beschleicht Sie der Verdacht, dass mit dem Kauf Ihrer Immobilie der Gewinn aus schweren Straftaten reingewaschen werden soll? Dann ist Ihr Makler dazu verpflichtet diesen Verdacht der Polizei oder dem Bundeskriminalamt zu melden. Und das wichtigste:

SIE SIND AUS DER HAFT! Der Makler bildet einen Schutzschild um den privaten Immobilieneigentümer. 
 

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